„Historische“ Darstellung

Anlässlich der 200ten Jährung der Völkerschlacht bei Leipzig fanden zahlreiche Veranstaltungen statt. 6300 Leiendarsteller aus 26 Ländern lieferten am 20. Oktober eine nicht allzu historisch getreue Darstellung für die 30000 anwesenden Besucher.
Einige Impressionen sind hier zu finden.

Contra statt Pro Deutschland

Am Montag, den 16. September, riefen Antifaschisten zu Aktionen gegen die Wahlkampftour von Pro Deutschland auf. Gegen gerade einmal sechs Personen der rechten Splitterpartei stellten sich an der Moschee in der Rocherstraße und in der Nähe des alternativen Jugendzentrums Conne Island über den Tag über 200 Menschen. Das Zentrum selber mobilisierte nicht gegen die Veranstaltung. In einem Positionstext wurde die Veranstaltung als unbedeutend bezeichnet und es wurde auf wichtigere Themenfelder verwiesen, z.B. die Aktivitäten gegen die Unterbringung von Asylsuchenden in Rackwitz.

Ein weiterer Artikel ist bei der Leipziger Internetzeitung erschienen.

Wahlkampf unerwünscht

Leipzig – Die Bürgermeisterwahl steht vor der Tür. Für die Kandidaten ist es ihre letzte Chance sich zu präsentieren, so auch für den jetzigen CDU Kandidaten und ehemaligen Polizeipräsidenten Horst Wawrzynski. Auf Sympathie stößt er nicht überall, wie eine Stickerserie mit dem Titel „Stopp Horst“ zeigt. Wawrzynski war für seine harte Linie gegenüber den jährlichen stattfindenden Schneeballschlacht am Connewitzer Kreuz bekannt. Dem zu Folge stieß sein heutiger Wahlkampfstand genau am diesem Ort auf keine großen Gegenliebe. Einige Personen beschimpften ihn aus größerer Distanz und riefen ihm zu „Hau ab“. Kurz nach der Eröffnung wurde sein Stand von einer größeren Gruppe teilweise Vermummter mit Schneebällen und Wasserbomben beworfen. Der Stand wurde niedergerissen. Einheiten der Bereitschaftspolizei sicherten anschließend die Veranstaltung ab. Es kam zu keinen weiteren Zwischenfällen.

Erneut umstrittenes Urteil im Zusammenhang mit Antinazi-Protesten in Dresden 2011

Die Verurteilung eines Berliners zu 22 Monaten Haft ohne Bewährung am Dresdner Amtsgericht sorgt bundesweit für Empörung. Er wurde beschuldigt im Februar 2011 als Rädelsführer bei der Überwindung einer Polizeikette fungiert zu haben, die die Demostrationsroute des alljährlichen Naziaufmarschs in Dresden abschirmte. Nicht nur das politische Signal des Urteils ist fraglich, sondern auch dessen juristische Rahmenbedingungen. (mehr…)

Auf der Strecke geblieben

Seit der Aufdeckung der NSU wurde viel über Neonazis diskutiert. Ein Problem, dass die Grundlage für das fast unbemerkte Tun der Terrorgruppe war, wurde in den öffentlichen Diskussionen meist vermieden: Rassismus. Darüber diskutierten am Montag Abend die Abgeordneten von Die.Linke Katharina König (MdL Thüringen), Petra Pau (MdB) und Dr. Barbara Höll (MdB). (mehr…)